Die Integrative Gestalttherapie ist ein anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren mit Wurzeln in der Psychoanalyse, der humanistischen Psychologie sowie achtsamkeitsbasierten Ansätzen. Sie wurde von Fritz Perls begründet, der sich bewusst von rein analytischen, distanzierten Therapieformen abwandte.
Im Zentrum der Gestalttherapie steht der gegenwärtige Moment. Entscheidend ist das, was sich im Hier und Jetzt zeigt – in Gedanken, Gefühlen, Körperempfindungen und im Kontakt zwischen Klient:in und Therapeutin. Vergangene Erfahrungen werden nicht isoliert analysiert, sondern im Zusammenhang mit dem aktuellen Erleben verstanden und integriert.
Ein wesentliches Element ist die achtsame Gewahrseinsarbeit (Awareness). Sie unterstützt dabei, innere Prozesse bewusster wahrzunehmen und bislang unklare oder abgespaltene Anteile wieder in Kontakt zu bringen. So können alte Muster erkannt, neue Erfahrungen gemacht und Handlungsspielräume erweitert werden.
Die therapeutische Beziehung ist dabei von Augenhöhe, Präsenz und Dialog geprägt. In Anlehnung an Martin Bubers Haltung des „Ich–Du“ entsteht Entwicklung im lebendigen Austausch mit einem Gegenüber. Veränderung geschieht nicht durch Deutung von aussen, sondern im gemeinsamen Erleben und Verstehen.
Die Integrative Gestalttherapie gehört zur humanistischen Psychotherapie und ist krankenkassenanerkannt.